Übrigens, Gast 921470 ist vielleicht doch kein so schöner Name...
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Und nun kommt sie doch, früher als erwartet: die GEZ-Abgabe auf den Computer.
Seit Jahren taucht das Thema immer mal wieder auf und verschwindet wieder in der Versenkung, da nicht opportun. Doch nun ist es soweit: die zunehmende Gier der Öffentlich-Rechtlichen ist offensichtlich nicht mehr mit der Abgabe auf immerhin zum Radio- und Fernsehempfang bestimmten Radios und Fernsehgeräten zu befriedigen. Selbst diese Berechnungsmethode war bereits heftig in der Kritik, da es keineswegs ausgemacht ist, daß damit tatsächlich die ÖR empfangen werden sollten. Schließlich hebt sich die ausgestrahlte Qualität dieser Anstalten nicht mehr merklich von derjenigen der Privatsender ab. Aber, nun ja, es war halbwegs akzeptiert. Wer nicht fernsehen will, der hat halt keinen Fernseher und muss daher auch nicht fürs Fernsehprogramm zahlen.
Für die ÖR ist das natürlich ein unhaltbarer Zustand, man braucht mehr Geld, schließlich müssen ja die ganzen Ruhestandspöstchen verdienter Politiker aller Coleur finanziert werden. Daß jemand sich da aus der Bezahlerei ausklinken will, nur weil er nicht am Fernsehprogramm interessiert ist, muß verhindert werden.
Folgerichtig stimmten nun auch alle Parteien der wieder einmal herausgekramten Schnapsidee zu, nunmehr auch den PC zur Einnahmequelle der GEZ zu bestimmen. Schließlich könne man ja mit einem ans Internet angeschlossenen Rechner auch das Angebot der Öffentlich-Rechtlichen empfangen! Ab dem 1. April 2005 werden daher alle privaten Internet-PCs GEZ-pflichtig. In Unternehmen stehende PCs werden wohl erst im Jahre 2007 herangezogen, vielleicht konnte man dann doch nicht überzeugend vermitteln, daß die an den Bildschirmen sitzenden Angestellten ihre Tage mit dem Konsumieren von Pastor Fliege verbringen...
Trotzdem stellen sich mir einige Fragen. Zuerst mal: Niemand hat die ÖR gebeten, ihr Programm ins Internet zu stellen. Niemand! Daß ich es dann empfangen kann, darauf habe ich keinen Einfluß. Mein PC ist schließlich nicht für den Empfang von Fernsehprogrammen am Netz. Wenn mir einer ein unbestelltes Paket ins Haus schickt, dann brauche ich eine eventuelle Rechnung dafür auch nicht zu bezahlen, sondern er darf es sich wieder abholen. Wenn er das aufgrund der Natur der Sache nicht fertigbringt, sein Problem.
Dann: ich wüßte garnicht, daß die öffentlich-rechtlichen Sender überhaupt als Streaming-Media existieren. Das zu bezahlende Angebot ist also schlichtweg nicht existent. Oder meinen die etwa die Internet-Auftritte der Sender? Wäre ja wohl noch schöner, wenn das Publikum für Werbeseiten auch noch zur Kasse gebeten wird!
Falls aber Streaming Angebote eingerichtet werden, dann können diese auf keinen Fall gleichwertig zum auf herkömmlichen Wege ausgestrahlten Programmen sein. Ein Streaming Server kann immer nur eine gewisse Zahl von Clients bedienen, wer es darüberhinaus versucht, wird abgewiesen. Daher können theoretisch viele Millionen Bundesbürger über Kabel oder Antenne zuschauen, aber nur wenige hundert (wenn überhaupt) über das Internet. Voll zahlen dürfen die anderen, die nicht zum Zuge kommen, aber trotzdem.
Ich hoffe sehr, daß sich engagierte Verbraucherschutzverbände oder ähnliche Institutionen finden, die gegen diese Abzocke-Praxis der öffentlich-rechtlichen Sender klagen werden, und wünsche ihnen schon jetzt viel Erfolg.
Auch die Gebühr für Internet-fähige PCs in Privathaushalten soll nun doch erst ab 1.1.2007 fällig werden.
Eine TV- oder DVB-T-Tunerkarte ist übrigens nicht entscheidend für die Gebührenpflicht. Der Internet-Zugang zählt.
Na, dann bin ich ja jetzt auf die öffentliche-rechtliche Tagesschau, den Tatort und Sabine Christiansen im Streamingverfahren gespannt. Ganz abgesehen von den tollen ZDF-Info-, Kultur- und sonstigen Sendern, die von den allermeisten auch bisher schon finanziert, aber nicht empfangen werden. Gibt es ja dann bestimmt ab 31.12.2006 alles im Internet. Oder?
Wie kannst Du nur den armen Fernsehbeamten ihr Spielgeld wegnehmen wollen? Dann könnten sie für die Angestellten der ör-Sendeanstalten nie wieder Papiere folgenden, erhellenden Inhaltes produzieren:
Erläuterung: Es geht hier um die kurzen Programmhinweis-Filmchen zwischen den Sendungen. Hier ein Auszug:
Trailertypen
1. ("normaler" Trailer Als "Trailer" sollen - allgemein gesprochen - Programmhinweise auf Sendungen verstanden werden, die an einem der Folgetage, also nicht am Tag des Trailereinsatzes selbst, ausgestrahlt werden. Als ("normale" Trailer werden im Folgenden Einzeltrailer verstanden; die durchschnittliche Länge eines Einzeltrailers beträgt 25 Sekunden.
2 Teaser Als "Teaser" werden Programmhinweise bezeichnet, die sich auf Sendungen am selben Tag beziehen. Die durchschnittliche Länge von Teasern liegt ebenfalls bei 25 Sekunden.
3 Thementrailer Als "Thementrailer" werden kurze Trailer für Magzinsendungen bezeichnet, die dem Zweck dienen, das Top-Thema einer regelmäßigen Magazinsendung bekannt zu geben. Sie sind mit 15 Sekunden deutlich kürzer als ein normaler Trailer und schlagen demnach bei der Verteilung der begrenzten Trailerplätze nicht so stark zu Buche.
4 Thementeaser Thementeaser dienen - wie Thementrailer- der Bekanntgabe des Topthemas einer Magazinsendung. sie beziehen sich jedoch auf eine Senung am gleichen Sendtag und haben eine Sendlänge von circa 15 Sekunden.
Nr. 5 und 6 (Reminder und Generaltrailer/-teaser)lasse ich mal wegen akuter Schreikampfgefahr weg.
Aber Nr. 7 will ich dem geneigten Leser und Gebührenzahler nicht vorenthalten:
7 Sendeplatztrailer/-teaser Sendeplatztrailer sind - ähnlich wie Generaltrailer - eher allgemein gehaltene Programmhinweise, die die Kompetenz des Ersten für ein bestimmtes Programmgenre auf einem festen Sendeplatz mit wechselnden Sendungstiteln (z.B. Kulturmagazine am Sonntag) herausstellen - die Nähe zum Image-Spot ist offensichtlich.
8 Stripteaser Stripteaser/-Tänzer sind - ähnlich wie Appeteaser - eher allgemein gehaltene Appetitanreger, die die Kompetenz des Darstellenden für ein bestimmtes Vergnügen auf einem festen Schauplatz mit wechselnden Fertigkeiten (z.B. Zehenmassage vor dem Aufstehen) herausstellen - die Nähe zum Nacktputzer ist offensichtlich
Hier schreibt -JJ- von der KS: Es geht bei den Empfangsmöglichkeiten übers Internet zumindest derzeit nochnicht um Fernsehsender, denn die können derzeit noch nicht über net empfangen werden, sondern um Radioprogramme und das sind schon sehr viele, wenn nicht die meisten, die per Net schon jetzt empfangen werden können. Ich persönlich halte natürlich eine Gebührenpflicht für PCs trotzdem für überflüssig und Beutelschneiderei.
Hallo -JJ-, ich stimme Dir zu. Eigentlich ist es relativ egal, ob Rundfunk- oder irgendwann mal Fernsehprogramme ins Internet eingespeist werden. Keiner hat drum gebeten, aber alle müssen zahlen. Guter Trick.
Das hat ja nichts mit Tricks zu tun. Eher liegt hier der Spruch zu Grunde Es gibt noch viel abzuzocken, packen wir's an. Also legt man mal die vollen Preise zu Grunde, dann ergibt sich für einen Haushalt mit Internetzugang folgendes: Telefonanschluß mit ISDN und Flat bei der Telekom mtl. ca. um die 75 € Hansenetter dürften so um die 45 € liegen. Dann vergessen wir nicht die Kabelgebühren für Kabel Deutschland mit ca. 17 € zählen wir nun noch die GEZ dazu mit mtl. 17,03 € Dann gibt es ja noch die Süchtigen die dann ein Abo beim Bezahlfernsehn haben, mach noch mal runde 25 € p. M. Wenn ich jetzt richtig addiert habe, dann liegt die Teilnahme so zwischen 90 und 110 + Premiere Wenn ich dann sicher wäre das mein Winterhuder Lieblinkssender http://www.radio42.com wengistens etwas davon abekommen würde, hätte ich nicht soche Schmerzen, den Kontoauszug anzusehen. Bekommt er leider nicht.
Was lernen wir daraus: Es landedet eh nur da wo es eigentlich nicht gebraucht wird, Harald Schmidt mal ausgenommen. Und dann nur 30 Minuten Lindenstraße pro Woche, macht pro Sendung gute 4 €. Eigentlich teuer.
Hast Du jetzt nicht Premiere doppelt gerechnet? Und Kabelgebühren gehören natürlich auch nicht zu den Kosten, die durch einen Internetzugang entstehen. Außerdem wird hier für Nicht-Internet-Gucker DVB-T auf die Dauer Abhilfe schaffen. Das Kabelfernsehen wird sich daher wohl in ein paar Jahren erledigt haben.
Ich habe bei meiner Rechnung einfach alles addiert, was wohl auch jeder muss, wenn er an der Informationsgesellschaft teilnimmt. Also Fernsehn und alle dazugehöhrigen Gebühren zzgl. Telefon und Internet. Wenn das Haus verkabelt ist und die das über den Vermieter abrechnen, kommst du eh nicht drum herum, die Kabelgebühren zu zahlen, und sie gehören einfach dazu, ob du willst oder nicht. Dann komme ich auf diese Summen. Waren das noch Zeiten als die Grundgebühr fürs Telefon 17 DM gekostet hat und die Telefone eine Wählscheibe hatten...
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