Übrigens, Gast 921470 ist vielleicht doch kein so schöner Name...
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Zu den Gütern, die indische Bauern am dringendsten benötigen, gehört Cola. Sollte es nämlich zu einem Engpaß kommen, drohen Mißernten und Hungersnöte. Das jedenfalls könnte man aus Berichten ableiten, die jetzt aus dem indischen Bundesstaat Chhattisgarh kommen. Dort ist der Absatz an Cola der Marke Pepsi auf dem Land um ein Fünftel gestiegen. Auch dem Konkurrenten Coca-Cola reißen die Bauern die Flaschen aus der Hand. Inzwischen werden mehr Softdrinks verkauft als Tee und abgefülltes Wasser. Trotzdem sind die Unternehmn nicht glücklich darüber. Ihnen mißfällt der Verwendungszweck. Denn die Bauern kaufen Cola nicht etwa zum Trinken. Vielmehr sprühen sie, wie der britische Rundfunk berichtet, das Getränk auf die Felder, fest davon überzeugt, daß es den Schädlingsbefall eindämmt. Cola als Pestizid - für die Getränkekonzerne eine denkbar schlechte Reklame. Zumal im vergangenen Jahr Umweltschützer in Indien beklagt haben, Cola sei mit echten Pestiziden verunreinigt. Daher haben die Unternehmen jetzt umgehend beteuert, die Getränke enthielten nichts, was gegen Schädlinge wirksam sei. Indische Bauern indessen schwören auf Cola. Sie sagen, es habe sich, verdünnt mit Wasser, als Pflanzenschutzmittel auf Weizenfeldern bewährt. Das trifft auch die Hersteller der chemischen Pestizide ins Mark, ist Cola doch günstiger als ihre Produkte. Den Bauern zufolge kostet die Anwendung eines Pestizids rund zehnmal soviel wie das Versprühen der Colabrühe. Inzwischen haben indische Agrarfachleute im Streit zu schlichten versucht. Cola sollte nicht mit einem Pestizid gleichgesetzt werden. Es könne aber trotzdem gegen Schädlinge wirkn, und zwar wegen des hohen Zuckergehaltes. Der Zucker locke Ameisen an, und diese wiederum würden die Larven gefräßiger Insekten vertilgen. Biologische Schädlingsbekämpfung also. Ob die Werbestrategen der Getränkekonzerne erkennen, welche Möglichkeiten für neue Sprüche sich dadurch eröffnen? Cola - es kribbelt im Bauch und auf dem Feld. Oder als Reim: Die chemische Keule bleibt im Schrank, Cola und den Ameisen sei Dank. R.W.
Ein weitere Anwendungsfall für Cola ist die Rostentfernung.
Ein Bestandteil der Cola, die Phosphorsäure, ist auch in Rostlösern vorhanden. Deshalb wurde Cola in den fünfziger und sechziger Jahren gelegentlich auch zum Polieren von verchromten Stoßstangen, Frontgrills und Scheinwerfern zweckentfremdet.
...und nicht zu vergessen: Cola kann auch zur Empfängnisverhütung eingesetzt werden, sofern sie nicht getrunken wird Fanden jedenfalls Mediziner schon 1985 heraus und veröffentlichten das Ganze sogar. Wo? Umpierre, S.A. et al.: New England Journal of Medicine/1985/313/S.1351
Jeder sollte einmal Coca-Cola getrunken haben und anschließend zum Arzt gehen. Kurzes Testat über unerwünschte Rostentfernung im Körper und das war's dann auch schon. Vielleicht kann man ja in x Jahren dank der Prozessfreunde der Amerikaner Schmerzensgeld damit herausschlagen und bekommt von Coca-Cola einen Scheck
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