Übrigens, Gast 707919 ist vielleicht doch kein so schöner Name...
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So, der 15. ist hinter mich gebracht und ich muss anmerken mit Erfolg. Zwar habe ich mein Ziel wirklich knapp verfehlt (300 gr) aber dennnoch, das Ergebnis kann sich sehen lassen, oder besser, ich kann mich wieder sehen lassen. Was ich also in den letzten 13 Wochen gelernt habe: Traue keinem Lebensmittel, besonder nicht denen, die von großen Konzernen kommen. Ich habe es zwar nicht genau ausgerechnet, aber ich denke mal, das über 75% aller in Deutschland erhältlicher Lebensmittel die falsche Ernährung fördern und somit für die Flut der Fettleibigkeit in Deutschland nicht unerheblich mitverantwortlich sind.
Naja, für das Übergewicht gibt es wohl viele Faktoren. Vermutlich meinst Du im Bereich der indusriellen Lebensmittel vor allem die Convenience-Produkte.
Die Frage ist aber doch, wo hier Ursache und Wirkung liegen. Meiner Meinung nach ist der Lebensstil auch ausschlaggebend dafür, sich Produkte zu kaufen, die schnell und ohne großen Zubereitungs- und Abwaschaufwand tischfertig sind. Viele Berufstätige haben heute sehr lange Arbeitstage mit viel Streß und hoher "Arbeitsdichte". Außerdem gibt es immer mehr Singles ohne Partner im Hintergrund, der sich in Vollzeit um den Haushalt, Einkauf und die langwierige Zubereitung frischer, gesunder Mahlzeiten kümmert (geschweige denn um den entstehenden Abwasch). Sie mögen sich abends einfach nicht mehr in die Küche stellen, nur noch schnell was zum Sattwerden, für mehr sind sie zu müde. Also Convenience.
Abhilfe schaffen hier wohl vor allem veränderte Rahmenbedingungen, bessere Verteilung der Berufsarbeit und der Freizeit, höhere gesellschaftliche Anerkennung der Hausarbeit usw. Aber das alles ist wohl an dieser Stelle nicht Thema...
Nee, nee, diesmal muss ich dir widersprechen. Also Einkauf und Zubereitung ist alles ein Frage der Planung und Druchführung. Mit etwas Übung lässt sich beides innerhalb einer Stunde gut verbinden, das kann ich also als Ausrede nicht gelten lassen.
Das was ich mit der Schuld der Lebensmittelindustrie meine: Die Produkte, also Convenience Food werden so gestaltet, das sie den Verbraucher in eine bestimmte Abhängigkeit durch den Zusatz bestimmter Stoffe bringen. Will heißen, je mehr ich von dem Zeugs zu mir nehme, umso mehr verlangt der Körper dannach. Hatte am vergangenen Wochenende grad eine sehr aufschlussreiche Diskussion zu diesem Thema mit Jemanden von Unilever. Es geht den Konzernen nicht in erster Linie um gesunde Ernärung, sondern darum, das die hergestellten Produkte duch "süchtigmachende" Zusätze den Absatz ausbauen. Sollte dann Fettleibigkeit die Folge des Genusses sein, heist es lapidar, die Leute müssten sich mehr bewegen...
Was dein Vorschlag zur besseren Verteilung der Arbeitszeit durch veränderte Rahmenbedingungen mit diesem Thema zu tun hat, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Meines Erachtens ist es nur eine Frage des Goodwills. Allerding bin ich ja der Meinung, das die vorhanden Arbeit von immer wenigeren gemacht werden muss, weil die Qualifizierung bestimmter Schichten sehr nachgelassen hat. Aber das wäre wieder ein anderes Thema und bedarf eines neuen Threads.....
Du hast sicher recht damit, daß viele Lebensmittel heutzutage so "designt" werden, daß sie süchtigmachende Wirkung haben.
Andererseits ist es eben nicht so einfach mit der Einkaufs- und Zubereitungsplanung. Klar, wer eine geregelte 35-Stunden-Woche hat und nachmittags regelmäßig davon ausgehen kann, spätestens um 17 Feierabend zu haben, für den ist das alles kein Problem.
Aber z.B. ich weiß tagsüber meist nicht, ob ich um 18 oder um 22 Uhr herauskomme. Wann ich "spontan" essen gehen muss, wann ich so spät heimkomme, daß ich noch müder als hungrig bin... Was glaubst Du, wieviel Kilo frische, leckere Lebensmittel mir schon im Kühlschank vergammelt sind, weil es eben nichts geworden ist mit der Zubereitung?
Diese Art Arbeit war schon immer relativ verbreitet, aber sie erfordert eigentlich zwei Personen, eine die sich fast ständig im Job befindet und die andere, die alles sonstige inkl. Haushalt und regelmäßigen Einkauf und Zubereitung frischer Lebensmittel erledigt. Zum Problem wird das aber für Singles, die keinen im Hintergrund haben, der sich um das "sonstige" kümmert...
Die müssen dann eben auf Convenience-Produkte zurückgreifen, mit all den Folgen die Du beschrieben hast.
ich bleibe dabei, es ist eine Frage der Zeiteinteilung. Morgens auf dem Weg zum Büro nicht das dick mit Butter bestrichene Brötchen vom Bäcker mitnehmen, sondern ein kleines Dinkel, das dann mit transfettfreiem Brotaufstrich und magerem Schinken oder Putenbrust im Büro selbst belegen. Mittags dann den mitgebrachten Salat, wenn möglich ohne dem French- oder Americandressing. Wäre immerhin mal ein Anfang, oder etwa nicht?
Morgens auf dem Weg zum Büro nicht das dick mit Butter bestrichene Brötchen vom Bäcker mitnehmen,
Tzz tzz tzz, das läßt ja tief blicken!
Allerdings muß ich Dich enttäuschen: mehr als ein trockenes Croissant gibts morgens nicht
Deine empfohlene Ernährungsweise scheint mir allerdings einen schwerwiegenden (sic!) Nachteil zu haben: Seit Du Dein unbestrittenen Erfolg errungen hast, schreibst und denkst Du ein wenig arg viel über und an die Nahrungsaufnahme... Das sollte Dir zu denken geben, schließlich hängt der langfristige Erfolg doch sicher auch davon ab, daß man auch auf die Dauer nichts vermißt, oder?
Aber mit dem völlig fetten französichem Dingelchen gehts ja schon los. Probier mal lieber ein Dinkelbrötchen mit Putenbrust, ist allemal gesunder und hält viel länger vor. Dann keinen Kaffee oder Tee, das steigert noch das Hungergefühl, später vor dem Mittag noch einen Apfel und Mittags dann einen Salat und nicht immer zu Schweinskes rein
Du bist dir nicht über die gesellschaftliche Bedeutung der Rauch im klaren. Seit der Regierung Schröder zahlen wir den im Jahr 2000 eingeführten Terrorpfennig (es waren sogar 2) für die bessere Bekämpfung der OK und steit 2003 sind wir Raucher maßgeblich an der Finanzierung des Muttschutzgeldes beteiligt, was wiederum zur Folge hat, das ich indirekt viel Beitragszahler für die Rentenversicherung finanziere, aber auf Grund meines Tabakkonsums wohl kaum in der Lage bin, die von mir finanzierten Beiträge vollends auzunutzen.
nein, das es schlank hält, kann ich nun nicht grad bestätigen. Aber es macht mir immer noch Spaß, stell dir vor, ich an der Theke, einen hellen Russen in der einen und was mache ich mit der anderen Hand???
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