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  Einmischung in die Politik? Th.59
 1    teetrinker     02.05.05 um 09:33:27#717


teetrinker
Gut, die letzten Tage waren von der Kapitalismusdabatte eines gewissen Müntefehrig geprägt, was ich allerdings nicht für bare Münze nehme, sondern nur für Wahlkampfgeplänkel für die bevorstehende Landtagswahl in NRW halte. Da muss ich doch am Wochenende lesen, das der Enegeikonzern E.O.N. (die mit den unverschämten Preiserhöhungen für Gas und Strom) eine Anzeigenkampangne (bundesweit in den letzten tagen des Wahlkampfes in NRW) gegen die Grünen ausgerichtet starten wollen.

Reicht denen eigentlich nicht der ausgeprägte Lobbyismuss, muss das jetzt noch direkt gegen irrgendwelche Parteien/Peronen gehen? Wie denkt ihr darüber?
 2    xalexander     02.05.05 um 21:17:32#721


xalexander
Richtig von EON. Da sich das Wahlvolk angewöhnt hat, einfach nicht mehr hinzugehen, darf sich niemand wundern, wenn die Renten gesenkt und die Fernsehgebühren für den Staatsfunk erhöht werden. Und das mit und durch und dank Rot und Grün.
 3    bubi          04.05.05 um 21:56:18#722


bubi
Ja xalexander so ist es und Du hast recht leider ist es mal wieder so, dass nicht zu einer Wahl gegangen wird, aber bei Beschlüssen dann gemeckert wird. Wer nicht weiss was er will sollte dann doch lieber den Mund halten und sich alles gefallen lassen. Aber das sind dann die Personen die wenn es an das Geld geht am meisten meckern. Über diese Leute sollte man erhaben sein. Das Land ist voll davon. Leider
 4    Aggi     07.05.05 um 12:45:26#732


Aggi
Das mit dem Wählen vergeht einem aber auch.

Die Politiker sind Blender, was sie vor der Wahl erzählen und was sie hinterher tun, hat meist nichts gemeinsam. Wahlprogramme kann man auch in die Tonne treten, die sind ihr Papier nicht wert.

Am schönsten finde ich aber die Neigung, die wirklich brennenden Themen als "nicht wahlkampfgeeignet" wegzudrücken. Konsequenterweise fängt der Wahlgewinner dann nachher an, im Gegensatz zum Willen der Bevölkerung zu handeln und natürlich gibt es kein Referendum.

Was soll man da noch zur Wahl gehen?
Natürlich kann man für eine der kleinen Parteien stimmen. Aber es gibt schon Gründe, warum die für einen Großteil der Bevölkerung nicht wählbar sind.
 5    teetrinker     07.05.05 um 13:31:41#733


teetrinker
Ich denke eigentlich ja schon seit langer Zeit darüber nach, wen ich wählen soll. Der amtierende Bundeskasper ist für mich ein Schaumschläger, der bislang mehr den je in meine Tasche gegriffen hat, also nicht, Miss Griff Merkel, da wird mir irgendwie schlecht. Gehe ich aber nicht hin, wie so viele, dann gebe ich den kleineren Radikalen eine größere Chance.

Also ist meine überlegung, doch hinzugehen, den Zettel ungültig zu machen. Leider sehe ich das allein so, oder fast allen. Aber wäre es nicht ein schönes Erlebnis, wenn alle Nichtwähler (immerhin 35 %) das so machen würde? Dann hätte die Regierungspartei nach heutigen Umfragen nochmal ein Drittel weniger, also so um die 18 % sein. Es hat für mich zwei Vorteile:

1. ich möchte das dumme Gesicht und die müden Erklärungsversuche von allen Spitzenpolitikern sehen
2. Die Radikalen, Rechts wie Links würden die 5 % nicht schaffen.

Also sieht das Ergebnis wohl so aus:

SPD 18 - 20 %
CDU 28 - 32 %
Grüne 6 - 8 %

dann kann sich hinterher keiner hinstellen und sagen, Die mehrheit der Bvölkerung hat uns doch gewählt.
 6    xalexander     10.05.05 um 22:49:38#746


xalexander
Na, ob Du das richtig siehst, weiß ich nicht. Ungültige Stimmen werden nach meiner Einschätzung einfach nicht mitgezählt, auch nicht mit dem Eintrag "Vorsätzlich Ungültig".
 7    teetrinker     15.05.05 um 09:57:02#753


teetrinker
nachdem ich mich da mal schlau gemacht habe: Sie werden mitgezhählt, kann ja auch nicht anders, da ja das Wahlergebnis sonst verfälscht dargestellt wird. Also ein Beispiel:

CDU 38 %
SPD 32 %
Grüne 9 %
FDP 6 %
ungültige Stimmen 10%
Wahlbeiteiligung 75%
 8    caramba     16.05.05 um 13:20:58#759


caramba
In dieser Aufteilung liest man aber praktisch nie etwas über ungültige Stimmen.
Normalerweise sieht das so aus, ich nehme Dein Beispiel:
CDU 38 %
SPD 32 %
Grüne 9 %
FDP 6 %
Wahlbeteiligung 75%

Und ob in dieser Wahlbeteiligung die ungültigen Stimmen enthalten sind oder nicht, ist meist auch nicht abzulesen. Ich würde annehmen: sie sind nicht.
Das heißt, ob Du ungültig wählst oder gar nicht zur Wahl gehst, macht keinen Unterschied.
Vielleicht gibt es ja tatsächlich eine interne Statistik über ungültig ausgefüllte Wahlzettel. Die wird aber erst dann herausgekramt, wenn es gilt zu belegen, daß das Wahlvolk mittlerweile zu dumm zum Wählen geworden ist und man ihm das Ankreuzen doch ersparen sollte...
 9    teetrinker     23.05.05 um 07:16:07#782


teetrinker
So wie es seit gestern 19:oo h aussicht, sollten wir dieses Thema doch etwas mehr intensivieren. Wie wäre es mit einem Wahlhelfer auf diesen Seiten. Also einen Fragenkatalog zusammenstellen, dann die Wahlprogramme auswerten und dann hier veröffentlichen. So kann sich jeder seine Punkte heraussuchen und abwägen, welche Partei dann mehr seinem Vorstellungen entspricht.

Allerdings bleibt eine unklakulierbare Größe: Die Wahlversprechen, welche nicht eingehalten werden.
 10    schabulke          16.06.05 um 18:08:02#807


schabulke
teetrinker schrieb am 02.05.05 um 09:33:27:
Gut, die letzten Tage waren von der Kapitalismusdabatte eines gewissen Müntefehrig geprägt, was ich allerdings nicht für bare Münze nehme, sondern nur für Wahlkampfgeplänkel für die bevorstehende Landtagswahl in NRW halte. Da muss ich doch am Wochenende lesen, das der Enegeikonzern E.O.N. (die mit den unverschämten Preiserhöhungen für Gas und Strom) eine Anzeigenkampangne (bundesweit in den letzten tagen des Wahlkampfes in NRW) gegen die Grünen ausgerichtet starten wollen.

Reicht denen eigentlich nicht der ausgeprägte Lobbyismuss, muss das jetzt noch direkt gegen irrgendwelche Parteien/Peronen gehen? Wie denkt ihr darüber?

 
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